Im vergangenen Jahr fanden viele Gedenkfeiern anlässlich des Beginns des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren statt.

Dadurch ist auch eine Traarer Initiative wieder in den Blickpunkt gerückt, für die sich insbesondere Friedhelm Peltzer und Heinrich Mörtter schon lange engagieren. Beide setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die Traarer Mitbürger, die als Soldaten während der beiden Weltkriege gefallen sind, in ihrer Heimat namentlich auf einem Ehrenmal erwähnt werden.

Durch schwierige und aufwändige Recherchen im Pfarrarchiv von St. Josef und im Archiv der Stadt Krefeld sowie durch Meldungen aus der Bevölkerung haben die Initiatoren ermittelt, dass im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 insgesamt 63 und im 2. Weltkrieg von 1939 bis 1945 insgesamt 73 Soldaten aus Traar gefallen sind. Diese 136 Traarer Bürger, die in den beiden Weltkriegen als Soldaten ihr Leben verloren, haben es verdient, dass wir uns auch heute noch ihrer Namen erinnern und damit unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.


Bislang gibt es in Traar zwar das Ehrenmal neben der katholischen Kirche St. Josef, mit dem die Gemeinde Traar der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht hat. Die Namen der 136 Traarer Soldaten, die in den beiden Weltkriegen ihr Leben ließen, werden jedoch leider nicht erwähnt. Vermutlich waren gar nicht alle Namen bekannt, als dieses Ehrenmal errichtet wurde. Auf dem Teil des Traarer Friedhofs, wo die Soldatengräber liegen, stehen zwar 18 Grabkreuze, auf denen jeweils der Name und der Dienstgrad eines gefallenen Soldaten zu lesen sind; aber nur einer der dort namentlich erwähnten Soldaten stammte aus Traar. Außerdem steht auf jenem Friedhofsteil ein vom früheren „Krieger-Verein zu Traar“ aufgestelltes Ehrenmal, welches an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 bis 1871 erinnert. Auf diesem sehr einfach gestalteten Ehrenmal hat man später lediglich die Jahreszahlen „1914 – 1918“ und „1939 – 1945“ ergänzt.


Nachdem sich frühere Planungen wegen zu hoher Kosten nicht realisieren ließen, haben wir nun eine abgespeckte,gleichwohl würdige Lösung ins Auge gefasst. Unter der künstlerischen Leitung von Franz-Josef Vanck aus Verberg soll neben dem Ehrenmal an der Kirche St. Josef eine etwa zwei Meter hohe, quadratische Stele aus matt geschliffenem Blaubasalt oder dunklem Granit errichtet werden. Auf den vier etwa 25 Zentimeter breiten Seiten der Stele sollen die 136 Namen der in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten aus Traar verewigt werden. Darüber wird die Überschrift „NIEMALS VERGESSEN!“ eingemeißelt, die von den Wappen des Bürgervereins und des Bürgerschützenvereins sowie der Jahreszahl 2015 flankiert werden soll.


Die Stele soll zum einen ein Denkmal sein, welches den Betrachter an das furchtbare Leid der beiden Weltkriege und den sinnlosen Tod vieler Traarer Mitbürger erinnert. Zum anderen wird die Stele aber auch die Funktion eines Mahnmals besitzen, welches uns den Irrsinn eines jeden Krieges immer deutlich vor Augen führt. Und gerade wegen dieser doppelten Bedeutung macht es auch etwas mehr als 100 Jahre nach Beginn des 1. Weltkriegs noch Sinn, sich der Namen der toten Soldaten aus Traar zu erinnern. Sie sollen uns stets ermahnen, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf und Kriege auch andernorts kein akzeptables Mittel zur Konfliktlösung darstellen.


Die Realisierung des hier vorgestellten Projekts soll nun bis zum diesjährigen Schützenfest erfolgen. Es ist geplant, die Stele mit den Namen der Traarer Mitbürger, die während der beiden Weltkriege als Soldaten gefallen sind, im Rahmen der Totenehrung am 23. Mai 2015 einzuweihen. Das setzt freilich voraus, dass die Kosten in Höhe von ca. 6.500 Euro durch Spendengelder gedeckt werden können. Die mitwirkenden Künstler leisten einen erheblichen Beitrag, denn sie begnügen sich mit einem bescheidenen Obolus. Da gut ausgestattete Stiftungen sich wegen des langen Zeitablaufs leider nicht mehr an den Kosten beteiligen wollen, kommt es entscheidend auf die heutige Traarer Bevölkerung an. Es wäre sehr schön, wenn sich nicht nur die Hinterbliebenen von Gefallenen, sondern auch andere Bürger, die ein Zeichen gegen kriegerische Auseinandersetzungen setzen möchten, mit einer Spende an den Kosten der Stele beteiligen würden.


Setzen auch Sie ein Zeichen gegen Kriege und spenden Sie für die Stele mit den Namen der gefallenen Soldaten aus Traar. Sie können Ihre Geldspende gerne auf folgendes Konto des Bürgervereins Traar bei der Sparkasse Krefeld überweisen: IBAN: DE76320500000049012974; BIC: SPKRDE33XXX. Der Bürgerverein wird Ihnen darüber eine Spendenbescheinigung ausstellen.